I n t e r n a t   a m  R o t h a a r s t e i g

Das ist der neue Name des alten, am 1.10.1965 aus Todtmoos emigrierten Internat am Drübel ~ Jungborn-Internat.
Bis in das Jahr 2014 betrieb das Internat die Familie des Gastwirtes Wilhelm Korte, dessen Tochter Dagmar Korte es später übernahm. Derzeitiger Betreiber ist die Diakonische Stiftung Ummeln.
Zur Einrichtung gehört die Hans-Zulliger-Förderschule.

Diese Webseite dient dazu, interessierte Besucher auf die bis heute unvollständige „Erneuerung“ der Einrichtung aufmerksam zu machen.




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Hans-Zulliger-Förderschule für geistig und emotionale Entwicklungsförferung eine Genderschule?


Wie man auf der Ummeln Seite zum Internat/Schule erfährt (Ummeln Internat), ist sie eine Einrichtung für 'männliche Jugendliche & Kinder'. Insofern hat sich nichts an der Schule Gestern gegen Heute geändert.


Das ist schade, besonders wenn der Betreiber 'Stiftung Ummeln' damit wirbt, "einen ganzheitlichen Förderrahmen" für die Betreuten zu bieten. Hier wird der Begriff 'ganzheitlich' wohl etwas überstrapaziert. Wenn auch speziell in NRW der Jungenanteil in Förderschulen bei um die 65 % liegt, so soll er am Drübelweg systemimmanent 100 % sein?

Und wie deckt sich das mit dem Leitsatz des Schulgesetz von NRW § 2 Abs. 7: "Sie (Anm. Red.:die Schule) achtet den Grundsatz der Gleichberechtigung der Geschlechter und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

Was tut die Hans-Zulliger Schule für das vom Land NRW verordnete Gender-Mainstream-Konzept?


Provokant gefragt: Sind Jungen, denen gesellschaftlich bedingt viel eher eine Verhaltensauffälligkeit wie ADHS attestiert wird, schlicht einfacher zu bekommen als Mädchen? Da macht man doch gleich ein Programm daraus?


Zitat: "Auch der Berliner Pädagogikprofessor Ulf Preuss-Lausitz und der Soziologe Ralf Dollenweber meinen eine "alltägliche Abwertung" und zunehmende "Pathologisierung" der Jungen in der Schule erkennen zu können. Der US-Psychotherapeut Michael Gurian beklagt, wie im FOCUS kürzlich nachzulesen war, die Bewertung der Geschlechter habe sich völlig verschoben. In den Schulen fasse man heute eher das kommunikationsorientierte weibliche Verhalten als vorbildlich auf und messe die vornehmlich konkurrenzorientierten Jungen an dieser Norm. Deren stärkerer Bewegungsdrang werde vorschnell als Disziplinlosigkeit geahndet. Die Buchautorin Karin Jäckel weist darauf hin, dass bei Buben Wildheit gerne als Verhaltensstörung kritisiert, beim anderen Geschlecht aber als Temperament bewundert werde.

(Quelle: Arbeitsblaetter-Stangl-Taller:Geschlecht-Schule)


Oder wie schon ein Artikel in der 'Welt' in 2012 es beschrieb:

▪ ▪ ▪ Wer ADHS oder emotionale Probleme hat, muss gehen ▪ ▪ ▪


Eingedenk der Tatsache, das die Geschäftsführung der Stiftung Ummeln mit in den Sozialausschußen des Landes NRW sitzt, in denen auch über die Vergabekritierien u.a. der finanziellen Mittel für Förderschulen mit Heimunterbringung entschieden wird, drängt sich leicht der Gedanke auf, dass hier weniger 'christliche Nebenliebe' (Vorstand Uwe Winkler), denn 'einträgliches Geschäftsmodell' die Motivation zur Übernahme des von Schließung bedrohten Kinderheims und der Schule waren und billig zu haben.

Mit dem Thema INKLUSION stehen mit dieser Einrichtung einmal mehr ein paar große Fragezeichen dahinter.


Gerne darf sich der Vorstand in personas Herr Frank Plaßmeyer & Herr Uwe Winkler oder auch die Stiftungsaufsicht der evangelischen Kirche/Westfalen in einem Kommentar oder Mail hier dazu äußern.


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Aus einer Masterarbeit (2013) von Julia Kayser zum (Anm. Red.:inhaltlichen) Thema 'Heimkinder in der ehemaligen DDR (und BRD)'


"Ob die Interviewpartner immer die Wahrheit gesagt haben, kann ich nicht feststellen. Dabei ist nicht einmal böser Wille unterstellt. Manchmal läßt die Erinnerung nach. Manchmal läßt sich selbst Erlebtes, Gelesenes oder Vermutetes nicht mehr auseinander halten. Dies sind Probleme, die in diesem Rahmen nicht geklärt werden können. Ich nehme den Gesprächspartner beim Wort. Es geht nicht darum, einzelne Personen darzustellen, sondern das Erzählte aller gegenüberzustellen. (…) Nicht jede einzelne Aussage kann als absolut alleinige Wahrheit gelten. Erst im Zusammenwirken mit den übrigen Interviews bekommt das Bild Form und Farbe."

Mag dieses Fazit aus obigem Text gleichzeitig als Präambel gelten…:

Dasselbe gilt und nehme ich für diese Webseite in Anspruch. Ich bin persönlich Betroffener. Weder ein bestimmter Schulleiter noch Lehrer, Pädagoge/Erzieher, noch sonstwer vom Personal von Heim und Schule oder irgendein Betroffener derzeitiger oder ehemaliger Schüler/Heimkind stehe hier für die alleinige Wahrheit. Aber alle sollen und können hier zu Wort kommen und ihre Wahrnehmung formulieren.

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Montag, 28.12.2015
Aus einer IW-Studie, nachzulesen in ‚Die Welt’ vom heutigen Tag.
„Für ein Kind, das im Heim untergebracht wird, verzeichnet Nordrhein-Westfalen mit knapp 36.000 Euro pro Fall die höchsten Ausgaben.


Das größte Problem sehen die Ökonomen im Jugendhilfeausschuss. In diesem zentralen Steuerungsgremium des Jugendamtes werden Entscheidungen über die finanzielle Ausstattung und die Auswahl der zu fördernden Maßnahmen getroffen. In dem Ausschuss sitzen auch die großen Anbieter sozialer Dienste wie etwa die Diakonie, die Caritas oder die Arbeitgeberwohlfahrt, die auch in der Jugendhilfe aktive Player sind. "Freie Träger sind also an Entscheidungen beteiligt, die sie selbst betreffen – sie können dafür sorgen, dass sie selbst Aufträge erhalten", moniert das IW. Die Forscher verweisen darauf, dass die Monopolkommission bereits angemahnt hat, den Wohlfahrtsverbänden wenigstens das Stimmrecht im Jugendhilfeausschuss zu entziehen, um den Interessenkonflikt zu entschärfen.“

Wie ich schon im Text über die Förderschule angerissen habe: So sorgt auch die Diakonische Stiftung Ummeln als Mitglied im Dachverband Diakonie Deutschland - und diese als private Gesellschaften - selbst dafür mit, das ihnen das Geld, der Zugriff aus Steuermittel, nicht ausgeht. Und das ist ein gesellschaftliches Politikum im Dissens um Inklusion an abgehobenen Förderschulen oder Integration an Regelschulen. Man muss sich nur mal das umfangreiche Tätigkeitsfeld des Vorstandes/Geschäftsführers Frank Plaßmeyer anschauen, u.a. beratender Experte des Bundesfamilienministeriums, um hier die Bestätigung der intensiven Lobbyarbeit privater Einrichtungen und Verbände zu finden.


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Samstag, 28.11.2015
Sauerlandkurier vom 10.11.07 (gekürzt)

Jugendparlament Meschede ist in die zweite Wahlperiode gestartet.

Insbesondere das Engagement von Justus Kersting, der als Vorsitzender verabschiedet wurde, hob Hans-Werner Rötzmeier von der UWG hervor,

der Mitglied des Arbeitskreises Jugendparlament ist: "Ohne seinen großen Ehrgeiz, wäre die Sache im Sande verlaufen."


Der scheidende Vorsitzende selbst rief seine Nachfolger auf, die erfolgreiche Arbeit weiterzuführen ...... Einige Projekte sei man im ersten Jahr erfolgreich angegangen,

so unter anderem die Umfrage zum Thema Gewalt an den Mescheder Schulen, an der sich rund 1500 Schüler beteiligt hätten.“


 Feine Sache, findet Jungborn Internat Brilon.

Und fragt sich (wobei hier auch der Wunsch der Vater des Gedankens ist), ob solche eine Umfrage nicht vielleicht auch mal an einer alteingesessenen Förderschule  nützlich gewesen wäre.


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Freitag, 13.11.2015
Ein Affront eines Ehemaligen gegen und auf Kosten anderer Ehemaliger (Schuldzuweisungen, Diffamierungen, Beleidigungen) die ihren Kampf um ehrliche Anerkennung und Aufarbeitung der Zustände im ehemaligen Jungborn-Internat, einst in guten Händen wähnten.

Hier machte einer deren Kampf und Anerkennung und Würdigung ihrer Erlebnisse zu seinem Privatkrieg mit einer Person, den er nun zu Ende erklärt und einen persönlichen "Friedensvertrag" schliesst. Lässt sich dafür die Hand schütteln und beglückwünschen (siehe: Brief Stiftung Ummeln). Zu lesen auf dessen Homepage 'Jungborn-Internat', die ursprünglich mal eine gemeinsame war.


Ich weigere mich dieses Selbstinszenierungs-Schauspiel en detail zu kommentieren und mich auf das Niveau dieses Herrn herab zu begeben. Darum werde ich es auch nicht noch mit einem Link hofieren. Ist aber nicht schwer zu finden.

Entscheidend ist: Der Sache von Ehemaligen und dem Thema Aufarbeitung ist - wie darinnen angedeutet - nicht in angemessener Weise gedient


Ein wenig schade ist, das ich deshalb hier auch nicht auf die wenigen guten Ansätze darin (was den Gesprächspartner betrifft) eingehen kann und werde. Um den Fortgang dieser mit anderen älteren Ehemaligen nicht zu belasten.


Es bleiben jedenfalls noch Fragen und Wünsche offen … und das ist vielleicht sogar gut so.

                                                                          
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Freitag, 6.11.2015

● Die ehemalige „Stiftung Ummeln“ hat sich nun umbenannt. Beim Besuch am Tag der offen Tür (Foto siehe Galerie)  konnte man sehen, dass das Eingangsschild zur Einrichtung entfernt wurde. Auf der Ummelner Webseite ist nun zu lesen:

Diakonische Stiftung Ummeln


„Ein neuer Name soll Brücken aufbauen und Barrieren abbauen.


Entsprechend dem Corporate-Governance-Kodex der Diakonie in Deutschland, der für Transparenz und zeitgemäße Verantwortungszuweisung steht, haben wir unsere Satzung angepasst.“


http://www.ummeln.de/deutsch/news/neuer-name-baut-neue-brcken.html


● Nebenbei sucht die Stiftung eine neue Erzieherin für das Heiminternat

„Für unser Internat für Jungen und junge Männer in Brilon suchen wir

zum nächstmöglichen Zeitpunkt Eine pädagogische Fachkraft (w/m) mit einem

Stellenanteil von 1,0 VK.“

http://www.ummeln.de/upload/unsere_arbeit/SA_Jugendhilfe_Brilon.pdf


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Mittwoch, 4. November 2015

Bei Durchsicht meiner Dokumente und Unterlagen ist mir nochmal aufgefallen, dass es 2 öffentlich dokumentierte Aussagen gibt (neben anderen), die bestätigen, dass der alte Korte sich noch mindestens bis ins Jahr 2001 in den Heimalltag eingemischt hat.
Und das bedeutet im Klartext, das seine Tochter und andere Pädagogen davon wussten, das da jemand ohne pädagogische Ausbildung/Berechtigung sich in die Erziehung von Schutzbefohlenen eingemischt hat. Das ist einer der Vorwürfe die u.a. an Dagmar K. gehen, und derenthalben sie sich vermutlich auch immer einem Aufklärungsgespräch verweigert hat.

Christian H.

Ich war von 1996-2001 dort (in der Niedere Strasse 17).

 Zu meiner Zeit hatte er noch die volle Kontrolle über alles.

Es sollte zwar von einer Tochter und ihrem Mann übernommen werden aber der Alte hat sich noch so sehr eingemischt

das die es dann aufgegeben haben. Und im selben Jahr als ich entlassen wurde, hat dann die Dagmar das Zepter an dich genommen.


„Simser88“

Hallo zusammen,

Ich war vom Jahre 2000 - 2005 im Hause Jungborn.

Ich habe das letzte Jahr mit Herrn W. Korte das Haus mitbekommen. Sprich ende 2001 ist das Internat nahtlos an die Tochter übergeben worden.

Die Zeit unter Herrn Korte war jetzt nicht so schlimm, wie es hier beschrieben worden ist. Aber mit dem alter wird mal auch langsamer, die reaktionsfreude lässt nach und das Bier zum Mittag bearbeitet auch den Geist, Gehirn und Leber. Er hatte defenitiv seinen Respekt bei den Jugendlichen und den Pädagogen. Manchmal auch ,wenn der Tisch als Werkzeug verwendet wurde. Dass ist aber glücklicherweise dass einzige mal, dass ich dieses mitbekommen habe. Ich hatte glücklicherweise aber auch den Vorteil, dass ich nicht ganz soweit meine Heimat hatte. Sauerländer fahren nicht so weit weg von der Heimat.


Nach dem die jüngste Tochter das Internat übernommen hat, kann man nur sagen, dass es steil bergauf ging. Die Leinen, wie man so schön sagt, wurde dann langsam verlängert. Man durfte eine Freundin habe, Freundschschaften wurden gern gesehen, die Freizeitplanung hatte sich gelockert. Sollte man doch etwas weiter gegangen sein, durfte man aber auch damit rechnen, dass die Leine für den einzelnen angezogen wurde. Aber dieses wurde nicht mit Züchtigung, welches man aus dem SM-Haus kennt, durchgeführt, sondern mit verkürztem Ausgang, Ausgang nur mit Begleitung eines Erziehers. Vereinssport, dieses war auch kein Problem, wenn man lang genug im Haus war und, wie man auch so schön sagt, gute Führung zeigte.



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Sonntag, 1.November.2015
Geplant ist: Es wird noch dieses Jahr vor Weihnachten ein Treffen von Ehemaligen Schülern und der derzeitigen Schulleitung der Hans-Zulliger Schule ‚am Drübel 15’ geben.

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Samstag, 3.10.2015
Bitte noch ein bißchen Geduld, bis ich die Eindrücke aus dem Besuch zum Tag der offenen Tür der Hans-Zulliger Schule in lesbaren Text verwandelt habe. Soviel vorweg: Ich habe eine Menge „verletzte“ Kinder gesehen … ! Hat sich im Internat nichts verändert?

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Meine Stellungnahme zur Darstellung Ummelns (Plasmeier und Winkler) bezüglich der Ereignisse um die geplatzten Treffen und der
„Einladung“ zum Tag der offenen Tür am 2.Okt.2015. In Anführungszeichen deshalb, weil der Text aus Ummeln erst am Montag,

den 28. September auf deren Webseite erschien, nachdem denen längst klar war das Herr Delfing und ich uns selbst „eingeladen“ haben. Heisst ja nicht umsonst „Tag der offenen Tür“.
https://www.facebook.com/Foerderschule.Brilon/posts/976550679054799

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Hier noch eine sehr interessante Studie aus 2012 zum Thema INKLUSION.
Sie kommt zum Ergebnis eines leichten Vorteils für Inklusion gegenüber reine Förderschule.
Link ––-> http://www.pedocs.de/volltexte/2014/9293/pdf/ESP_2012_2_Ellinger_Stein_Effekte_inklusiver_Beschulung.pdf

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Just entdeckt: Welch einen Schwachsinnssatz leistet sich die Stiftung Ummeln auf ihrer Rothaar-Internats-Seite bei der Beschreibung des Umgangs mit ADHS-Schülern!


Beim Versuch, möglichst viel Inhalt und Aussage in einen einzigen (Schachtel-) Satz zu packen, wird hier Kindern mit ADHS oder Lernschwierigkeiten quasi grundsätzlich eine Hochbegabung unterstellt.


Zitat: "Die Internatspädagogik baut auf den individuellen Stärken unserer Kinder und Jugendlichen auf, die diese, trotz der bekannten Schwierigkeiten im Bezug auf ihre Aufmerksamkeitssteuerung - wie andere Kinder und Jugendlichen auch - im Übermaß haben."

Verkürzt wiedergegeben heisst das: "..... baut auf den individuellen Stärken unserer Kinder und Jugendlichen auf, die diese im Übermass haben"


Nun können zwar ADHS-Kinder durchaus Hochbegabungen aufweisen (oder umgekehrt), aber sicher nicht in dem Umfang wie geschrieben.


Sowas kommt dann dabei heraus, wenn man mit möglichst viel Psychogequatsche Kompetenz beweisen will.


Also in Zukunft bitte, Stiftung Ummeln, etwas weniger davon, dafür aber mehr Fakten und Erfolgsnachweise posten. Beispielsweise die Anzahl betreuter Jugendlicher im Internat mit psychiatrisch attestiertem Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (aller Schwerestufen).


Und nebenbei mal den Schulleiter der "Förderschule" Hans-Zulliger-Schule zum Thema 'Grammatik' befragen