I n t e r n a t   a m  R o t h a a r s t e i g

Das ist der neue Name des alten, am 1.10.1965 aus Todtmoos emigrierten Internat am Drübel ~ Jungborn-Internat.
Bis in das Jahr 2014 betrieb das Internat die Familie des Gastwirtes Wilhelm Korte, dessen Tochter Dagmar Korte es später übernahm. Derzeitiger Betreiber ist die Diakonische Stiftung Ummeln.
Zur Einrichtung gehört die Hans-Zulliger-Förderschule.

Diese Webseite dient dazu, interessierte Besucher auf die bis heute unvollständige „Erneuerung“ der Einrichtung aufmerksam zu machen.




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Erfahrungs- und Erlebnisberichte aus den Jahrzehnten seit 1965

In loser Reihenfolge erscheinen hier Erfahrungs- und Erlebnisberichte von ehemaligen Heimbewohnern und Schülern des Jungborn Internats (Internat am Drübel) bzw. jetzigen Internat’ am Rothaarsteig. Das bedeutet, dass auch Bewohner aus jüngeren Jahren eingeladen sind ihre Erfahrungen und Erlebnisse in Heim und Schule zu schildern. Nicht zuletzt um auch ein Gegenstück zu dem doch überwiegend negativen Bild der ehemaligen Einrichtung zu schaffen.
Beginnen wir mit einem mir erst vor wenigen Tagen zugegangenen Bericht.
  


Hallo!
Ich wurde im Winter 1981 auf eigenen Wunsch aus meinem Elternhaus geholt und in eine Einrichtung gebracht; Die Wahl fiel auf das Internat Jungborn in Brilon, laut meines Jugendamtbetreuers das Richtige für mich.
Bei meiner Ankunft wurde ich freundlich empfangen, den Erziehern, den üblichen Verdächtigen und den anderen Jungs vorgestellt. Alles in allem ein netter Empfang und für mich mal ein Tag ohne Prügel.....dachte ich. Einer der Jungs wollte mich im Keller noch etwas freundlicher begrüssen und fing mich unten an der Treppe, beim Mosaik, ab und schlug nach mir. Zum Glück konnte ich ihm ausweichen, er traf schmerzhaft hart das Mosaik und ich konnte an ihm vorbei nach oben flüchten.
Ich kam auf das Zimmer 5, mein Bett war zuletzt hinter dem Waschbecken unter dem Fenster. Nach diesem Vorfall gab es für mich eigentlich, bis auf kleinere Reibereien, nichts mehr zu Gewalt gegen meine Person im Internat zu sagen. Natürlich wurde auch ich das eine und andere Mal zu Herrn Korte ins Wohnzimmer bestellt, aber bis auf böse Blicke und ein strenges Gespräch gab es niemals Gewalt gegen mich. Kann sein, das es daran lag, dass meine Eltern ordentlich zahlen mussten, für meine Zeit dort.

Die meiste Zeit war für mich eigentlich sehr friedlich, aber je länger ich dabei war, umso häufiger bekam ich mit, wie einige meiner Freunde und Mitbewohner es nicht so gut hatten wie ich. Rote Wangen und Ohren, glasige Augen waren oft Beleg dafür.
Einmal, wir waren eine kleine eingeschworene Truppe, die Nachts ihre Teerunden im Zimmer neben der Toilette abhielt, hatte einer von uns eine üble und peinliche Idee, die auch umgesetzt wurde. An einem der nächsten Tage mussten wir dann gemeinsam in der Küche bei Onkel Willi antreten. Auch die Person, die Opfer unseres üblen Streiches wurde, war anwesend. Gemeinsam leugneten wir die Anschuldigungen und musste sehen, wie Onkel Willi unserem Opfer eine schallende Backpfeife verpasste (Anmerk. Red.: Für die angebliche Lüge?). Das erste und einzige Mal, das ich es mit eigenen Augen sah und dann war es auch nur, weil wir nicht gradegestanden hatten für unsere Tat.

Ich wurde älter, war gut in der Schule und bekam die Möglichkeit im Fussballverein der Briloner zu spielen, dem SV Brilon 20. Dort spielte ich von ca. Ende 1982/ Anfang 1983 bis zu meinem Auszug nach der 10. Klasse 1984; Nur einmal unterbrochen durch eine Strafauszeit.
Wir Ältesten hatten Langeweile, so bauten wir uns Spannung auf indem wir einen Fluchtplan schmiedeten. Wir sparten Geld, planten Routen und überlegten den Zeitpunkt.....leider zu laut und ziemlich auffällig. Zur Strafe bekamen wir unsere Privilegien gestrichen und waren unter besonderer Aufsicht. Keine 3 Monate später hatte ich aber meine Freiheiten wieder. Nach viel betteln von mir und meinem Fussballclub und ca. 5 grossen Glasbildern für die Herren aus dem Gengskreis.

Erzieher an die ich mich erinnere:
Herr Dohle ~ Werken. Ersatzvater vieler, streng aber fair. Seine Frau machte den Schlehenlikör. Nach der Schlehenernte wir durften ab und zu mal am Likör nippen.
Herr Fischer ~ Fussballfan. Streng, spassig, setzte er mit Herrn Dohle durch, dass wir ‚Ein Colt für alle Fälle’ und unsere Musikshow sehen durften. Hatte später zu uns Älteren guten Kontakt, nahm uns mal mit nach Hause und zeigte sich privat.
Herr Wallerius (oder ähnl. Schreibweise) ~ lockerer Typ. Spielte gerne mit uns, Kumpeltyp, war nicht der Freund von Strafen: aller Jungs Liebling. Leider trug er mal ein falsches Hemd und musste uns daraufhin verlassen. Das war eine traurige Zeit.
A. Krähling ~ Jung, freundlich und hübsch, für viele von uns ein Traummädel. War aber leider auch nicht wirklich lange dabei.
Herr ? ~ War nur gut 1-2 Wochen im Internat tätig. Sein Haupthobby: Einen Jungen aus dem Zimmer gegenüber zu malträtieren. Ich hab es nie persönlich gesehen, aber andere Jungs schon. Wir haben es Herrn Dohle und Herrn Fischer gemeldet. Herr ? wurde daraufhin morgens vor versammelter Schar von Onkel Willi des Hauses verwiesen.

Die üblichen Verdächtigen, ihre Art und Weise, muss ich hier nicht weiter beschreiben. Denke, dass jeder sein eigenes Bild dieser Personen hat. Ich habe im Grunde kein Schlechtes von ihnen, aber ich habe durch die gelesenen Berichte nun zumindest einen neuen Blick auf die Personen.
Natürlich habe ich im Internat noch Einiges mehr erlebt, aber ich möchte hier nicht meinen Reisekalender und Partiekatalog öffnen. Nur eines möchte ich sagen: Wir Älteren hatten grade in den Jahren 1983 und 1984 so einiges an Spaß, besonders in der 10. Klasse.
Ich hoffe ich habe Euch mit meinem kleinen Bericht nicht gelangweilt. Wer noch etwas mehr wissen möchte, kann sich über diese Webseite hier mit mir in Verbindung setzen.

                                                                                                                

Dirk M.

Mein Name ist Dirk, ich bin 47 Jahre und komme aus Berlin.

Ich lag im Zimmer genau bei der Toilette ich habe unten im Doppelbett geschlafen es war ein 3 Mann Zimmer ...ich lag auf der linken Seite im Doppelbett unten. Fast 4 Jahre war ich in der Hans- Zulliger-Schule. Erst bei Frau Stute, bei Rötzmeier und dann bei der Gutermuht.

Zu meiner Zeit im Internat, Ende der 70er bis weit in die 80 Jahre stellten wir Berliner mit 8-10 Jugendlichen das Hauptkontingent dieser Einrichtung. Es war allen klar warum so viele Berliner dort waren, denn wenn man vorhatte von dort abzuhauen hätte man ja nicht gewusst wohin. Zumal ja damals Berlin noch von einer Mauer umgeben war. Somit war man dem autoritären Regime des Internates ausgeliefert.

Um alle meine Erinnerungen und Vorkommnisse niederzuschreiben, benötigt man bestimmt Monate wenn nicht sogar Jahre. Es vergeht kein Tag in der ich nicht in einer Alltagssituation an die menschenverachtenden Situationen im Jungborn Internat denken muss.


Ich werde dennoch versuchen einige Sachen die mir noch in Erinnerung geblieben sind zu Papier zu bringen.

Der Tag meiner Ankunft lief wie folgt ab: Ich wurde morgens um 6.00 Uhr von 2 Beamten des Jugendamtes aus meinem Bett in meinem Elternhaus gezerrt. Dann begann eine fast 7 stündige Zugfahrt nach Brilon-Wald, von da aus ging es mit dem Bus zum Internat. Die Ankunft war so etwa 18 Uhr, die Übergabe war kurz und knapp bei Herrn Korte(Onkel Willi) im Wohnzimmer. Das erste was mir auffiel, war seine Bierfahne, das Jugendamt ignorierte es. Ich wurde darauf in den Essensraum gebracht, wo 23 Jungs an 4 Tischen zum Abendbrot sassen. Das Abendbrot bestand aus 3 Scheiben Brot, unzureichend Butter, 2 Scheiben Wurst und einer Tasse Milch.

Woran ich mich noch erinnern kann, waren die Lehrer Frau Stute, Herr Rötzmeier und „Gundel“ Gutermut (Onkel Willis Betthase). Erzieher waren Dohle und Fischer. Andere waren kurzfristig nur da, so das ich mich nicht mehr erinnern kann. Ich kann mich noch an einen Erzieher erinnern (der Name ist mir leider entfallen), mit denen alle Jugendliche gut zurechtkamen, diesen durften wir auch mit Vorname ansprechen. Dies war Onkel Willi ein Dorn im Auge. Er suchte daher einen Grund ihn loszuwerden. Den Grund fand er darin, dass besagter Erzieher eines Sonntagsmorgens in einem nicht weissen Hemd (war Vorschrift dort) zur Arbeit kam. Da beim Frühstück Kaffee auf dieses Hemd kam, wurde er sofort gekündigt. Dieser Betreuer missachtete somit die Anweisungen ein weisses Hemd am Sonntag zu tragen. Diese Aussage haben wir vom besagten Erzieher persönlich erhalten, bei Spaziergängen im Kulturgarten in Brilon wo wir ihn trafen.


Jetzt zu meinen persönlichen Auseinandersetzungen mit Onkel Willi:

In meinen Augen ist Herr Korte, ein sadistischer, machthungriger und weltfremder Mensch(milde ausgedrückt). Ich könnte die schlimmsten Beleidigungen über Herrn Korte sagen und es würde annähernd nicht das zutreffen, was ich fühle und über ihn denke. Fast täglich habe ich miterlebt oder am eigenen Körper erleben müssen, wie man geschlagen, getreten oder in einer anderen Art psychisch oder physisch den Angriffen dieses Mannes ausgesetzt war. Wie er sich einen aus der Gruppe in den Flur bestellte, dieser sich vor die Truhe stellen musste auf der Truhe lag ein abgrundtief hässliches Wildschweinfell. Onkel Willi stand vor einem, in 5 cm Abstand mit einer Zigarre in der Fresse und fingerte einen am Kinn rum.

Wenn es nach 18 Uhr war, wenn man Glück hatte, musste man bis 0.00 Uhr stehen. Zwischenzeitlich wenn er aus seinem Wohnzimmer kam, um sich ein neues Veltins- Bier zu holen, ging er an einem vorbei und man bekam mit der flachen Hand eine ins Gesicht oder man wurde von ihm mit dem Knie getreten. Diese Situation bekam ich ein bis zwei mal die Woche zu spüren. Wir Kinder wurden im Beisein vor den anderen Kinder täglich erniedrigt oder man bekam einfach mal nichts zum Essen. Man hatte keine Möglichkeit diese Missstände anzuprangern oder sich irgend jemanden zu öffnen, denn egal, wem man sich dort anvertraute, Herr Korte hatte dies sofort erfahren und man bekam die nächste Bestrafung(Prügel).


Wir Berliner Jugendlichen, wie ich...Christian M., Arthur S. und einige anderen haben uns mal in den Sommerferien verabredet und haben uns offiziell beim Jugendamt Berlin Schöneberg über die Machenschaften und Praktiken beschwert. Es fand ein 3stündiges Gespräch statt und wurde protokolliert. Zu unserer Überraschung wurden wir sofort nach den Sommerferien in die Küche von Herrn Korte bestellt wo er das gesamte Protokoll hatte und wir bekamen das Protokoll eine Stunde lang ins Gesicht geschlagen. Ab diesen Moment begann für alle der Spießrutenlauf. Man hat versucht uns zu zwingen, unter Androhung von Gewalt, auch vonseiten der anderen Erzieher eine Gegendarstellung zu schreiben. Man hat versucht uns bei Einzelgesprächen gegenseitig auszuspielen. Besonders Christian M. hatte es hart getroffen, er hatte sich mal erlaubt die Hand gegen Herrn Korte(ansatzweise zu erheben) und wurde in der selben Stunde in die Jugendpsychiatrie eingewiesen. Dort stellte man ihn mit Medikamenten ruhig. Nach einer Begutachtung des Arztes stellte dieser allerdings fest das für diese Einweisung keine medizinische Grundlage vor lag. Darauf hin kam er wieder zurück in die Hölle.


- Mir tat der Bernhardiner „ADDY“leid, weil er nie raus kam und nur Abfall zu essen bekam.

- Ich wollte mal Korte’s japanischen Seidenhühnern den Kopf abdrehen, weil der Hahn jeden Morgen los geschrienen hat.

- Oder seine Billardturniere die habe ich gehaßt oder die scheiß Sauna und sein Scheiß Faschingssingen und das Gesinge vor seinen Freunden.

- Es gab mal Schweineblut mit Reis zu essen. Das ist mir hochgekommen und Korte hat mich gezwungen es aufzuessen.

- Der Erzieher Herr F.hatte mal einen Jugendlichen beim Beten mitten ins Gesicht geschlagen, weil ihm das Gebet nicht gefallen hat. (F. war einer der   Schläger oder auch Vollstrecker von Korte, wenn sich dieser dem nicht gewachsen fühlte.

- Wir Jugendlichen konnten uns keinem anvertrauen weil alles sofort dem Korte mitgeteilt wurde, wenn man zb. was der Guterrmuth oder dem   Rötzmeier erzählte.

- Das stundenlange Spazierengehen auf den Wirtschaftswegen ohne Kontakt zu anderen Menschen.

- Das der Korte wollte das man ihn anhimmelt, was er doch für ein Wohltäter war nach außen hin. Jeder der was negatives gesagt hat, bekam, sowie   man wieder im Haus war, was auf die Fresse.


- Was schön war:, zb. Ausflüge nach Helgoland und Bad Gastein, aber der Rest war die Hölle.


Aus dem Internat bin ich raus gekommen als der Korte mich mal wieder im Flur hatte und mich schlagen wollte. Er hat die Hand gehoben, nur war ich diesmal schneller und er lag auf allen Vieren und hat mich mit riesigen Augen angesehen und war puderrot im Gesicht und hat nach seinen anderen Schlägern Dohle und Fischer gerufen. Bevor die aber da waren, bin ich aus dem Hausausgang raus und zu Polizei an den Marktplatz gegangen und habe ihn angezeigt. Ich wurde natürlich zurückgebracht und fand mich dann - zum Lachen - zwischen den Fronten wieder: Auf einer Seite die 3 Schläger Korte, D. und F.und auf der anderen 2 Beamte in Uniform und ich genau dazwischen. Die 3 konnten nicht abwarten bis die Polizisten raus waren um mich nieder zu knüppeln. Zum Glück erkannten aber die Beamten die Situation und haben mich wieder zur Wache mitgenommen.

Dort wurde das Jugendamt Brilon angerufen und zur Wache bestellt; Die wollten mich doch prompt zurückbringen mit den Worten ‚mit dem Korte wollen sie nichts zu tun haben’. Da sagten die Beamten aber ‚nein, das gibt es nicht’ und ich wurde dann durch die Polizei nach Meschede in den Jugendnotdienst gefahren... Abends um 22 Uhr! Und so bin ich aus dem Internat heraus gekommen.


Es wird ja geschrieben dass der Korte an Alzheimer leidet oder Altersdemenz; Ich persönlich traue dem Mann zu, dass er das nur vortäuscht um sich der Verantwortung zu entziehen. Heute denke ich, dass Herr Korte den Tod seiner Frau nicht überwunden hat und seine sadistische Ader an den Schutzbefohlenen ausgelassen hat und konnte!!!


Ich habe trotz des Internates mein Leben in den Griff bekommen, habe eine Ausbildung als Systemanalytiker bei der Bundeswehr gemacht und diese mit Auszeichnung bestanden:


Es gibt da diese dunklen Tage, wo ich nachts schweißnass gebadet aufwache und meine Frau mich in den Arm nehmen muss, um mich zu beruhigen. Kraft geben mir auch meine 5 Töchter, welche noch nie ein lautes Wort gehört haben und es auch nie hören werden, egal was sie anstellen, denn ich erziehe meine Kinder mit Liebe und Verständnis....und nicht wie Sie, Herr Korte!!!.


In meinen Augen hat das gesamte Konzept „Internat“ besonders durch Korte.. D..... F. und den Lehrer R., vollkommen versagt. Diese Leute hätten nie dieses Internat führen dürfen, alle haben nach Paragraf 1 des Grundgesetzes verstoßen. (Die Würde des Menschen ist unantastbar).

Es sollte ihnen verboten werden sich einem Kind oder Jugendlichen auch nur zu nähern. Einem Pädophilen verbietet man es ja auch und diese Personen sind in meinen Augen nichts anderes ... Sie zerstören auch das Leben der Kinder und ihrer Seelen.


Nach diesem Bericht hier habe ich mit meiner Frau nochmals über viele Dinge, die mich bewegen, gesprochen: Und da meinte ich zu ihr: „Ich würde lieber noch mal in jeden Auslandseinsatz gehen, als noch mal dieses Internat erleben.“ Dazu muss man wissen das ich im Kosovo Einsatz angeschossen wurde. Die Kugel durchschlug meinen linken Unterarm und trat an der Rückseite wieder aus.


                                                                                             TRAURIG ABER WAHR!






juergen1955, Dienstag, 1. Oktober 2013


Auch ich war dort....1967 bis irgendwann 1968

Ich habe "Onkel Willi" noch in "allerbester" Erinnerung. In dem ca. 1 Jahr das ich dort war, habe ich von dem mehr Prügel gekriegt, als in allen restlichen Heimjahren ( 9 ) zusammen. Auch ich sehe ihn immernoch mit seinen dicken stinkenden Zigarren und einem Glas Bier in der Hand vor mir. Naja und abhauen, das war das Einzige was ich damals wirklich gut konnte.

Übrigens "Onkel Willi" lebt noch immer. Der Alte ist inzwischen über 85 Jahre alt und wohl auch schon etwas demenz. Seine damalige Frau ist inzwischen wohl nicht mehr, jedenfalls ist nun die uns allen so wohlvertraute "Tante Gertrud" bei und um ihn. Als ich bei ihm vor wenigen Wochen anrief, meldete sie sich erst am Telefon und gab ihm den Hörer mit der Bemerkung "der Wanderer" ruft an. Sie wusste sofort wer ich war. Auf den Vorhalt, dass er mich damals ziemlich viel verprügelt hätte, meinte sie doch ganz frech, ich hätte es auch verdient gehabt. Den Hinweis, dass das doch verboten sei, kommentierte sie mit den Woren "damals nicht". Ich habe dann einfach aufgelegt.


Das war nun also Heim Nr. 2, obwohl sich „Internat“ natürlich viel besser anhörte. Es war nur ein kleines Heim mit ca. 25 bis 30 Kindern, im Alter von ca. 10 bis 21 Jahren. Auf den ersten Blick machte der Heimleiter Wilhelm K. einen ganz freundlichen Eindruck, mit seinen dicken stinkenden Zigarren, die er ständig rauchte. Aber dieser Eindruck täuschte und zwar ganz ganz gewaltig, wie ich bald feststellen musste.
Eines seiner „Lieblingsspielchen“ war es ( wenn mal wieder etwas nicht so lief wie er es wollte ), dass wir Kinder nach dem Mittagessen alle im Tagesraum auf unseren Plätzen sitzen bleiben mussten. Und dann hiess es „schweigen“. Wir sassen da manchmal 2-3 Stunden und durften kein einziges Wort reden. Der Heimleiter sass dabei, trank stets 1-2 Bier aus einem Glas und paffte dazu seine bereits erwähnten stinkenden Zigarren.
Für uns Kinder war es schlimm, solange still sitzen zu müssen und nicht reden zu dürfen. Sagte doch mal ein Kind etwas, wurden 30 Min. für alle hinten rangehängt. Immer liess der Heimleiter dann irgendwann – in die unerträgliche Stille des Raumes hinein – sein leeres Bierglas einfach fallen, das dann auf dem Fussboden in tausend Stücke zersprang. Wir wussten aus Erfahrung alle, dass das irgendwann geschah, aber wir wussten nie wann. Und deshalb erschracken wir uns jedes Mal auf's Neue, wenn es dann geschah.


Aber auch aus diesem Heim lief ich immer wieder weg. Es war wirklich kein Ort an dem ich mich wohlfühlte. Bei meinen Eltern gab es zwar auch viel Schläge, aber lieber bei ihnen als in dem Heim. Als 11-Jähriger trampte ich von Brilon bis nach Heilbronn. Oft lag hoher Schnee und es war arschkalt. Ich verkroch mich dann an Tankstellen in nicht abgeschlossene Autos und bibberte dort die ganze Nacht bis zum nächsten Morgen. Als ich wieder einmal abgehauen war, rief ich den Heimleiter an, ich weiss nicht mehr warum. Er fragte mich, wo ich sei. Ich erwiderte ihm mit einem Zitat aus der Bibel (?) „Suchet so werdet ihr finden“. Als mich 1-2 Tage später die Polizei mal wieder aufgriff, brachte mich das nächstgelegene Jungendamt wieder in das Internat zurück. Vor den Mitarbeitern des Jugendamtes war der Heimleiter ganz freundlich zu mir. Kaum waren die aber wieder weggefahren, kam er zu mir und brüllte mich an ( schreien konnte er echt gut ). „Was hast du zu mir am Telefon gesagt“. Ich antwortete ihm „Suchet so werdet ihr finden“. Wie geht es weiter, wollte er von mir wissen. „Klopfet an so wird euch aufgetan“ zitierte ich den Spruch aus der Bibel. Und dann fragte er: „Kommet so werdet ihr empfangen“, ergänzte ich. Ich hatte kaum ausgesprochen, da bekam ich die Prügel meines Lebens von ihm. Er schlug wie wild auf mich ein und prügelte mich regelrecht über den Flur die Treppe hinunter in den Keller. Das werde ich nie vergessen. Ich hatte grosse Angst er schlägt mich tot. Keiner von den Erziehern half mir. Im Keller hat er mich dann in einen fensterlosen Raum ( der als Abstellraum für die Schuhe von uns Kindern diente ) eingeschlossen. Hier liess er mich dann mehrere Stunden im Dunkeln sitzen.

Nach ca. 1 Jahr Aufenthalt dort, in der Zeit bin ich unzählige Male abgehauen, wurde ich dann dort aus dem Heim genommen.


Nachtrag:

Onkel Willi und nun seine Tochter Dagmar

Ich hatte der "kleinen Dagmar" von damals ( die nun ja die neue Leiterin des Heimes ist ) vor wenigen Monaten eine lange ausführliche E-Mail geschrieben und sie an die Ereignisse von damals erinnert. Wie ihr Vater uns verprügelte und drangsalierte usw. usw.!. Eigentlich hatte ich mit einer Antwort und einer Entschuldigung gerechnet, aber es kam keine. Dann habe ich nochmal hingeschrieben und mit einem Anwalt gewunken. Daraufhin bekam ich von dem "Geschäftsführer" des Internats eine E-Mail, in der er mir sinngemäss mitteilte, dass ich wohl kaum ein kleines Mädchen von damals, für die Fehler ihres Vaters verantwortlich machen könne, wenn es denn welche gab. Ich solle mich doch an Wilhelm K. direkt wenden.

Eine Entschuldigung für damals hielt aber auch der Geschäftsführer für überflüssig, jedenfalls kam keine. Als ich ihn deshalb anrief, liess er sich als "gerade nicht da" verleugnen. Von Dagmar Korte selbst kam überhaupt nie eine Reaktion. Das alleine sagt schon eine Menge aus, denn sie hat damals alles mitbekommen und wenn sie sich jetzt noch nicht mal dazu äussern will bzw. entschuldigen, scheint der Apfel nicht weit vom Baum gefallen zu sein.


Juergen G. aus Heilbronn






Marcus Breumann  
( Haupthaus Zimmer  3,später Außenwohnung Fachwerkhaus )
Aufenthalt16.08.92-15.03.96


„Hölle auf Erden, wünsche Onkel Willi die Pest an den Hals und einen schönen langen, schmerzvollen Tod.



 

Thomas

Die schönste Zeit für uns Jungen war immer wenn er entweder auf Lehrgang , Messe oder In Bad Wörishofen zur Kneippkur war. Da hatte man einige Zeit Ruhe vor dem Mann, allerdings wurden VERFEHLUNGEN von uns Jungen von den Mitarbeitern/Erziehern per Zettel für "Onkel Willy" nach seiner Rückkehr bereitgehalten um seinen „Tatendrang“ nicht einschlafen zu lassen.





Norbert
So nach und nach kommen immer wieder neue Erinnerungen hoch. Kann sich vielleicht noch wer an die Zuckerrüben Ernte erinnern? *Kortes Bauern Freund* brauchte im Herbst immer Leute die hinter dem Trecker herliefen und die stehengebliebenen Zuckerrüben ernten mussten. Rübenernte hies für uns, die Scheißdinger von Hand ohne Hilfsmittel aus dem Boden zu reissen. Wer das schon mal gemacht hat weis wie schwer das ist. In Gruppen mussten wir da antreten und dann vollgas. Gezogen haben wir bis uns die Blasen an den Händen aufgegangen sind. Tagelange Rückenschmerzen waren die Folge vom Rübenziehen.Wer sein Soll nicht erfüllen konnte, weil zu schwach oder warum auch immer wurde dann beim Abendbrot vor versammelter Manschaft vom Korte verbal gedemütigt. Da lief so manche Träne. Das sind alles so miese Erinnerungen, es gibt eigentlich nichts aus der Zeit wo ich sagen könnte es war ok.

Bei meinem zweiten Fluchtversuch mit einem anderen Kollegen sind wir nur bis Soest gekommen. An der Autobahnauffahrt wurden wir von der Polizei aufgegriffen und zur Wache gebracht. Wir wollten auf keinen Fall zurück und haben es gewagt den Korte anzuzeigen.Wir haben alles erzählt, die Prügelattacken, Demütigungen etc. Kurze Zeit später erschien *Onkel Willi* auf der Wache. In unserem Beisein wurde dann *Onkel Willi* zur Rede gestellt. Der hat da mit Engelszungen geredet um sich da rauszuwinden von wegen wir seien schwer erziehbar und würden lügen um ihn schlecht dastehen zu lassen. Natürlich haben die dem auch geglaubt und da war dann nix mit Anzeige. Wer glaubt schon Kindern? Auf der Rückfahrt von Soest nach Brilon in seinem Mercedes hielt er am ersten Rastplatz an und hat den Kumpel windelweich geprügelt. Ich musste zugucken. Der war da auch so ausgekocht der Korte das man keine Spuren von der verprügelung sehen konnte. Ein Jahr musste ich dann da noch aushalten. Dann war es endlich vorbei.

     


Günther

Eines seiner „Lieblingsspielchen“ war es ( wenn mal wieder etwas nicht so lief wie er es wollte ), dass wir Kinder nach dem Mittagessen alle im Tagesraum auf unseren Plätzen sitzen bleiben mussten. Und dann hieß es „schweigen“. Wir saßen da manchmal 2-3 Stunden und durften kein einziges Wort reden. Der Heimleiter saß dabei, trank stets 1-2 Bier aus einem Glas und paffte dazu seine bereits erwähnten stinkenden Zigarren. Für uns Kinder war es schlimm, solange still sitzen zu müssen und nicht reden zu dürfen. Sagte doch mal ein Kind etwas, wurden 30 Min. für alle hinten ran gehängt. Immer ließ der Heimleiter dann irgendwann – in die unerträgliche Stille des Raumes hinein – sein leeres Bierglas einfach fallen, das dann auf dem Fußboden in tausend Stücke zersprang. Wir wussten aus Erfahrung alle, dass das irgendwann geschah, aber wir wussten nie wann. Und deshalb erschraken wir uns jedes Mal auf's Neue, wenn es dann geschah.

Aber auch aus diesem Heim lief ich immer wieder weg. Es war wirklich kein Ort an dem ich mich wohlfühlte. Bei meinen Eltern gab es zwar auch viel Schläge, aber lieber bei ihnen als in dem Heim.

Als 11-Jähriger trampte ich von Brilon bis nach Heilbronn. Oft lag hoher Schnee und es war arschkalt. Ich verkroch mich dann an Tankstellen in nicht abgeschlossene Autos und bibberte dort die ganze Nacht bis zum nächsten Morgen. Als ich wieder einmal abgehauen war, rief ich den Heimleiter an, ich weiss nicht mehr warum. Er fragte mich, wo ich sei. Ich erwiderte ihm mit einem Zitat aus der Bibel (?) „Suchet so werdet ihr finden“. Als mich 1-2 Tage später die Polizei mal wieder aufgriff, brachte mich das nächstgelegene Jungendamt wieder in das Internat zurück. Vor den Mitarbeitern des Jugendamtes war der Heimleiter ganz freundlich zu mir. Kaum waren die aber wieder weggefahren, kam er zu mir und brüllte mich an ( schreien konnte er echt gut ). „Was hast du zu mir am Telefon gesagt“. Ich antwortete ihm „Suchet so werdet ihr finden“. Wie geht es weiter, wollte er von mir wissen.

„Klopfet an so wird euch aufgetan“ zitierte ich den Spruch aus der Bibel. Und dann fragte er: „Kommet so werdet ihr empfangen“, ergänzte ich. Ich hatte kaum ausgesprochen, da bekam ich die Prügel meines Lebens von ihm. Er schlug wie wild auf mich ein und prügelte mich regelrecht über den Flur die Treppe hinunter in den Keller. Das werde ich nie vergessen. Ich hatte grosse Angst er schlägt mich tot. Keiner von den Erziehern half mir. Im Keller hat er mich dann in einen fensterlosen Raum ( der als Abstellraum für die Schuhe von uns Kindern diente ) eingeschlossen.

Hier liess er mich dann mehrere Stunden im Dunkeln sitzen.

Nach ca. 1 Jahr Aufenthalt dort, in der Zeit bin ich unzählige Male abgehauen, wurde ich dann dort aus dem Heim genommen.

     

Michael
Immer wenn ich aus Brilon abgehauen war und es bis zu meiner Mutter nach Heilbronn geschafft hatte, kam ich wenige Tage später mit dem Jugendamt wieder nach Brilon zurück. Stets hatte ich dann 1-2 Plastiktüten voll mit Süßigkeiten, Keksen, Schokolade, Bonbons von meiner Mutter mitbekommen. "Onkel Willi" machte sich einen Spaß daraus ( aber erst wenn das Jugendamt wieder weg war ), mir die Tüten mit den Süßigkeiten abzunehmen und dann unter allen Kindern aufzuteilen. Für ihn war es ein Unding, dass ich immer wieder abgehauen bin und dann stets mit Tüten voller Süßigkeiten zurückkam.




Dirk

Mir fallen da noch grad eben die so tollen höchst genügsamen Heidschnucken ein. Die waren oben rechts den Weg rauf (wo wir immer mit den Gleit- schuhen im Winter runter gefahren sind) auf der Weide direkt am Drübel. Wir mussten diese Mitsviecher immer einfangen um Sie zur Gartenstraße über den Winter hin unter zu bringen.Die Böcke haben uns die Knie,die Hände und was sonst noch alles zerbeult.Überall blaue Flecken und Schrammen.

Karneval: Alle Jungen in ihren selbstgemachten Fasching-Kasperleanzüge vor der Außentreppe aufbauen auf *Onkel Willi* im Lederanzug mit Zigarre im Maul und Gitarre warten und ab gings in 2er Reihen durch Brilon zu den Singaufführungen vor Freunden und Honoratioren der Stadt um Geld einzu-treiben.*Onkel Willi* allen voran mit Gitarre(er konnte glaube ich 3 Griffe auf der Gitarre der Depp aber Hauptsache er war im Mittelpunkt) und wiegen-dem Schritt ein Junge hielt dann nach getaner Arbeit die Kasse hin.Von dem Geld gabs dann Sinalco Cola/Fanta Chips und Flipps im Esssaal Jungborn unter dröhnender Sweet, Slade und Suzi Quattro Mucke.
Auch noch in Erinnerung: *Onkel Willi* hat ja immer den Werkunterricht abgehalten, er hat am liebsten immer seine Wildleder Hose und Schuhe getragen.Einmal , keine Ahnung was wir da gewerkelt haben hat er einen Eimer Farbe über die Klamotten abgekriegt . *Onkel Willi* ist völlig ausge- rastet,wie IMMER. Also dieser Korte das war schon echt ne harte Nummer aber nicht nur *Onkel Willi* auch Gundel  und Tante Gertrud konnten gut hin langen. Ich mach mir noch heute Vorwürfe das ich den damals als ich da wieder weg war nicht die Misshandlungen Angezeigt habe. Wäre bestimmt vielen Kameraden einiges erspart geblieben. Was auch toffte war: wenn einer der Kortes oder die alte Schachtel Tante Gertrud der Captain Geburtstag hatten mussten wir uns morgens Früh vor der Treppe (die wohnten ja oben) aufstellen und gewünschte Lieder vorträllern. Das gleiche Schauspiel wenn einer von uns Geburtstag hatte MUSSTE man sich nach dem Essen immer ein Lied wünschen. Danach wurden dann die Opfer von *Onkel Willi* zur weiteren Demütigung (mit Schlägen oder verbal) auserkoren.
Ich bezweifle stark das so was heute nicht mehr vorstellbar ist was die damals da mit uns gemacht haben. Es wird heute noch viel aus Angst verschwiegen.
Fazit Internat Jungborn  SINGEN und SCHLÄGE!





Christian Haarmann

Ich war von 1996-2001 dort (in der Niedere Strasse 17)


Zu meiner Zeit hatte er noch die volle Kontrolle über alles.

Es sollte zwar von einer Tochter und ihrem Mann übernommen werden aber der Alte hat sich noch so sehr eingemischt

das die es dann aufgegeben haben. Und im selben Jahr als ich entlassen wurde, hat dann die Dagmar das Zepter an dich genommen.




Jürgen Plügge

 (geschrieben 11. November 2014)


Ich kam mit meinen 4 Geschwistern 1957 ins Kinderheim. Wir waren 3 Tage alleine in der Wohnung, weil es unsere Eltern vorgezogen hatten in den Osten auszureisen !!!  Ich war 6 Jahre alt, der Jüngste gerade mal 1 Jahr !! Im ersten Heim wurden wir geschlagen gedemütigt, teileise mißbraucht und dann als ich nach Todtmoos kam, auseinandergerissen. Die 6. Schwester paar Tage alt, gestorben, die 7. wurde adoptiert, die ich erst im alter von 21 Jahren kennenlernte.


So, dann kam ein Herr Korte und brachte die ganzen Geschwister wieder zusammen nach und nach. Macht das ein Mensch, der so einen Charakter hat, wie ihr ihn beschreibt? Dieser Mann hatte seine Fehler, zugegeben, aber er hatte auch eine große Verantwortung. Der ein oder andere sollte sich doch mal an seine Nase fassen, ob er nicht selbst das Problem war !!!

Wir hatten in Brilon /Todtmoos alles in allem eine gute Kindheit im Gegensatz zu den anderen Heimen in denen wir waren, mit Freiheiten, Kreativität und Zusammenhalt !!  Wir wurden für das spätere Leben gut geschult, was man dann daraus macht, ist die eigene Sache. Man sollte nicht so verbittert sein, wenn es nicht so klappt wie man möchte oder könnte. Ich für mich, hege keinen Groll gegen Todtmoos/Brilon, im Gegenteil, bin dankbar für einige Jahre in denen ich feine Menschen kennenlernte mit denen ich auch heute noch Kontakt habe.

Danke an Willi Korte, Linda Korte, Carla Henco, die uns die verlorene Familie teilweise ersetzt haben !!!!




Dienstag, 22. Oktober 2013, 11:38

(Aus: http://www.kinder-heim.de - Heimkinderforum)
Jungborn Meldet Sich Endlich

DANKE UND HALLO AN ALLE DIE GEANTWORTET HABEN


Als ich im Februar schrieb ,tat sich ja erst mal nichts und dann ist es bei mir etwas in Vergessenheit geraten nachzusehen, Entschuldigung.

Aber es hat ja bei Euch auch eine Zeit gedauert, bis da eine Antwort kam. Der Grund warum ich im Februar schrieb ist folgender:

Mein Freund und Lebenspartner war vor einiger zeit, gestorben und seitdem ging Er mir nicht aus dem Kopf. Ich hatte Alpträume, Winterdepri und hörte in Gedanken immer wieder, was er mir von seiner Scheiß Jugend erzählt hatte.

Er hatte mich wärend unserer Partnerschaft mit seinen Psychoproblemen stark in Anspruch genommen. Er war aber ein hoffnungsloser Fall, stur halt, man konnte ihm leider nicht helfen.

Einerseits war ein netter Mensch, andererseits ein totaler"Psychopat" und soweit ich herausgefunden hatte, stammten seine Probleme zum großen Teil aus dieser Zeit in Brilon. Der Korte hat da wohl ganz schön was angerichtet. Frage: Ihr, die dort wart - 60er Jahre - könnt ihr euch an Werner Voss erinnern?

Wer möchte was über Werner erzählen? Simmt es daß Korte es auf ihn besonders abgesehen hatte?

Oder wurden alle 24 Jungs gleich schlecht behandelt.?


Werner hatte mir unglaubliche Geschichten erzählt, die ich nicht vergessen kann. Erst wollte er alles ins positive Licht rücken nach dem Motto “Ich hatte eine ordentliche gute Erziehung in einem Internat genossen”. Aber durch nachfragen kam da ein ganz anderes Bild zutage.

,Diese Behandlung hat bei Werner nachhaltig zu Alpträumen geführt. Er wollte nicht gerne nüchtern sein. Hat Nachts immer im Schlaf gekämpft.

Wollte nur mit Licht und Fernsehen an schlafen. Ich habe ungefähr 7 Jahre mit ihm gelebt, bis er gestorben ist.

Es tat mir sehr leid, das ein Mensch so unter seinen Erinnerungen leidet; Und ich weiss ja auch gar nicht, ob meine Vermutung stimmt, das diese Schulzeit Werner so fertig gemacht hat.


Wer mir dazu etwas sagen möchte, bitte meldet euch,

DANKE